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Kompetenznachweise 4.0

    Kurzbeschreibung des Projektes

    In der ersten Phase (1. April 2021 bis 31. Dezember 2022) des Teilprojektes «Kompetenznachweise 4.0» hat ein Team von Dozierenden an der HSLU ein System zur Bewertung der Kompetenzen von Studierenden auf Hochschulebene vorgeschlagen. In diesem Projekt wurden konkrete Beispiele für die Durchführung von Prüfungen jenseits der „Gruppenpräsentation / schriftlichen Einzelprüfung“ entwickelt, die immer noch die universitäre Prüfungslandschaft dominiert. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier: Poster Mid-Term Conference (3. November 2022).

    Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist der Bedarf an zuverlässigen und validen Bewertungen der Kompetenzen von Studierenden dringender denn je. GPT-3 kann viele Prüfungsfragen auf Universitätsniveau beantworten, forschungsbasierte Bewertungen erstellen und mit Hilfe seiner KI-Freunde sogar „Talking-Head“-Videos produzieren (siehe «Weiterführende Informationen / Links»  unten) – und das innerhalb von Sekunden.

    Die Hochschulen könnten darauf mit mehr Absicherung durch E-Proctoring, Safe-Exam-Browser, Prüfungs-Sticks und verstärkte Aufsichten reagieren, um studentische Absprachen und Unredlichkeiten zu verhindern. Wir sind der Meinung, dass dies keine zukunftsweisende Option ist. Stattdessen sollten die Hochschulen die Integration von KI in die Prüfungspraxis durch offene, nicht beaufsichtigte Prüfungen fördern. Studierende könnten die Ergebnisse von GPT-3 als Grundlage verwenden und weiterentwickeln. Ziel ist es, Online-Instrumente aus dem Berufsalltag in die Prüfungspraxis einzubinden.

    Wir sind der festen Überzeugung, dass die zweite Option der einzig gangbare Weg ist. In der zweiten Projektphase (1. Januar bis 31. Dezember 2023) baut weiter auf den in der Digitalen Agenda 2030 definierten Zielen auf. Die Projektergebnisse sollen allen Departementen der HSLU zur Verfügung gestellt werden, die textbasierte Prüfungen durchführen (Multiple Choice, Kurzantworten, fallbasierte Zusammenfassungen, Forschungsarbeiten, Programmierung, Bildproduktion und ähnliches).

    Das Projekt wird sich speziell auf die Entwicklung digitaler, kompetenzbasierter Prüfungen konzentrieren, die entweder nicht durch KI beantwortet werden können und/oder auf den hier aufgeführten aktuellen KI-Fähigkeiten aufbauen: https://beta.openai.com/examples. Es wird in folgenden Schritten vorgehen:

    1) Evaluierung der derzeitigen Prüfungspraxis, um festzustellen, wie «GPT-3 resistent» die Prüfungspraxis ist;

    2) Entwicklung digitaler Prüfungen für die künftige Prüfungspraxis;

    3) Pilotierung (FS und HS 23), Bewertung und Konsolidierung dieser Prüfungen (digital, mit offenem Buch, ohne Prüfung) als Proofs-of-Concept.

    Diese Beispiele konzentrieren sich auf drei häufig vorkommende Prüfungsarten – wissensbasiert, anwendungsbasiert und projektbasiert. Darüber hinaus sollten sie über mehrere Module innerhalb eines Kompetenzbereichs hinweg anwendbar sein und für Dozierende aller Departemente umsetzbar sein. Das Ziel des Projektes ist es, qualitativ hochstehende Assessments für unsere Studierenden auf Hochschulniveau zu ermöglichen, welche die Anforderungen des 21. Jahrhunderts miteinbeziehen.

    Beteiligte Hochschule(n)

    Hochschule Luzern

    Projektteam

    Douglas MacKevett, HSLU, Projektleitung
    Dr. Patricia Feubli, HSLU
    Vinzenz Rast, HSLU
    Ursina Kellerhals, HSLU

    Kontaktmöglichkeiten

    Douglas MacKevett, HSLU-Wirtschaft
    Tel. 041 228 99 69
    E-Mail: email hidden; JavaScript is required

    Projektdauer

    1. Projektteil: 1. April 2021 bis 31. Dezember 2022
    2. Projektteil: 1. Januar bis 31. Dezember 2023

    Weiterführende Informationen / Links

    • Poster Mid Term Conference (3. November 2022)
    • P-8 Kompetenznachweise 4.0 Projektbericht 2022
    • GPT-3
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    Image by NongAsimo at Adobe Stock

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